Welcher Babysitter passt zu meinem Kind?
Kleine Schritte zum großen Ziel

Allein schon die Entscheidung, sein Kind für ein paar Stunden auch mal allein zu lassen, fällt vielen Eltern schwer. Es dann auch noch in die Hände einer fremden Person zu geben, ist zunächst mit Vorbehalten verbunden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, worauf man achten sollte, bevor der Babysitter das erste Mal seine Dienste anbietet.
Woran erkennen Eltern einen guten Babysitter, auf welche Persönlichkeitsmerkmale sollten sie besonderen Wert legen?
Eltern haben je nach Alter ihres Kindes unterschiedliche Vorstellungen von der idealen Kinderbetreuung. Bei Kindern ab etwa acht Jahren wird oft gewünscht, dass der Babysitter nur ein paar Jahre älter ist. Dieser kennt die Vorlieben von jungen Heranwachsenden, kann ein guter Freund werden, der den Kindern eine lustige Zeit ohne die Eltern ermöglicht. So blicken Teenager auch eher zu ein bis zwei Jahre älteren Jugendlichen auf als zu Erwachsenen.
Wenn der Babysitter in diesem Alter ist und trotzdem den zu betreuenden Kindern Pflichtbewusstsein, Reife und Verantwortungsgefühl als erstrebenswerte Eigenschaften vermittelt, schlagen die Eltern sicherlich zwei Fliegen mit einer Klappe – sie bekommen ihren freien Abend und die Kinder haben Spaß und orientieren sich an einer geeigneten Person.
Junge Eltern, die noch einen Säugling versorgen müssen, wünschen sich stattdessen lieber einen Babysitter, der ausgebildet ist und genügend Erfahrung im Umgang mit Babys mitbringt. Und Eltern von erkrankten Kindern sähen wahrscheinlich am liebsten eine Krankenschwester an der Seite ihres Kindes.
Babysitter mit Zertifikat?
Je nach dem, wo nun die Vorlieben liegen, gibt es einige Dinge, auf die man bei der Wahl des idealen Babysitters achten kann. Möchte man beispielsweise eine Kinderbetreuung mit Erfahrung, so kann man sich von den möglichen Bewerbern Referenzen geben lassen.
Ein oder zwei Anrufe bei den bisherigen Arbeitgebern schaffen dann schnell eine verlässliche Grundlage zur Einschätzung des Bewerbers. Einige Vereine (z.B. Diakonie, DRK, Kinderschutzbund, kommunale Familienbildungsstätte, kirchliches Familienbildungswerk) sowie Kliniken bieten auch Lehrgänge für zukünftige Babysitter an.
Ein Zertifikat darüber zeigt, dass der Bewerber zumindest theoretisches Wissen erworben hat und sich intensiv mit seinem Aufgabengebiet auseinander setzt, den Job also ernst nimmt. Das ist vor allem dann wichtig, wenn er häufig und regelmäßig als Betreuungsperson einspringen soll und über eine längere Zeit ein Ansprechpartner für die Kinder bleibt.
Hohe Anforderungen?
Allerdings macht das allein noch keinen perfekten Babysitter aus. Persönliche Eigenschaften sind ebenfalls wichtig, damit die Chemie zwischen dem Babysitter und den Eltern, aber vor allem auch zwischen dem Babysitter und den Kindern stimmt.
Ein Babysitter sollte von Anfang an einen aufgeschlossenen und freundlichen Eindruck hinterlassen. Er sollte direkt auf das Kind zugehen, ohne es dabei zu bedrängen. Auch wenn das Kind mal quengelt, sollte er ausgeglichen und souverän bleiben können. Auf mögliche Notsituationen sollte er immer vorbereitet sein und wissen, wie er darauf reagieren muss. Einen kühlen Kopf zu bewahren ist besonders in stressigen Situationen besonders wichtig.
Der Babysitter sollte sowohl den Eltern gegenüber als auch gegenüber des Kindes kommunikativ sein und die richtige Sprache finden. Er sollte viele kreative Ideen zur altersgerechten Beschäftigung des Kindes haben und Spaß im Umgang mit dem Kind vermitteln.
Oft ist es auch nützlich, wenn der Babysitter eine ähnliche Auffassung von der richtigen Erziehung der Kinder hat wie die Eltern, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Das gilt beispielsweise bei Fragen zu Ernährung, Haushaltspflichten oder täglichen Spaziergängen.
Sympathie schafft Vertrauen
Das wichtigste jedoch ist, dass die Eltern und der Babysitter sich sympathisch sind, dass die Kinder sich gut mit ihm verstehen, dass er zuverlässig, pünktlich und ehrlich ist und sich an die in einem Vertrag festgelegten Regeln hält, sodass die Sie ihm uneingeschränktes Vertrauen entgegen bringen können.
Ansonsten gilt: Auch ein junger Babysitter wird an seiner Aufgabe wachsen und von Tag zu Tag souveräner und selbstverständlich alle Schwierigkeiten meistern. Das sollten Eltern im Umgang mit jungen Babysittern berücksichtigen. (kh)



