pme Zahlen und Fakten

Familienfreundlichkeit motiviert

Entlastete Eltern sind motivierte Mitarbeiter. Eine Aussage, die für sich stehen könnte, wäre sie nicht auch noch durch Zahlen und Fakten unterlegt: So ergab eine Umfrage der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, dass 75 Prozent der befragten Betriebe durch die Einführung familienfreundlicher Maßnahmen eine höhere Mitarbeitermotivation festgestellt haben.

Dieses Ergebnis macht sich auch in der Praxis bemerkbar. Entsprechend ist für drei Viertel der befragten Firmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein maßgebliches Motiv für die Einführung familienfreundlicher Maßnahmen in ihrem Unternehmen.

Der Trend zur familienfreundlichen Personalpolitik ist in Zahlen messbar und durch zahlreiche Studien mit Fakten unterlegt. Das Thema betrifft nicht nur Frauen.

Familienfreundlichkeit ist kein Frauenthema

Aus den Befragungen lässt sich schließen, dass auch für Männer in der Familiengründungsphase das Thema Familienfreundlichkeit eine immer größere Rolle spielt: Der Studienlage zufolge ist für rund 61 Prozent der 25- bis 29-Jährigen bei der Stellensuche das Thema Familienfreundlichkeit wichtig.

Unter den 35- bis 39-Jährigen sind es schon 67 Prozent, die eine familienfreundliche Arbeitswelt bei der Stellensuche für überragend wichtig halten. Weil gerade in diesem Lebensalter viele Beschäftigte noch einmal den Arbeitgeber wechseln, liegt hier für Unternehmer eine besonders gute Chance, mit geeigneten Maßnahmen Fachkräfte für sich zu gewinnen.

Die motivationssteigernde Wirkung bestätigen Beispiele aus der Praxis. Regelmäßige unternehmensinterne Umfragen der Henkel KGaA etwa belegen, dass die Beschäftigten mit den familienfreundlichen Maßnahmen zufrieden sind und sich mit ihren Bedürfnissen ernst genommen fühlen. Auch die Komsa Kommunikation Sachsen AG nennt eine generell hohe Motivation ihrer Mitarbeiter als Folge ihrer familienfreundlichen Personalpolitik.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen diesen positiven Effekt übrigens genauso:
Rund 75 Prozent der 16- bis 44-jährigen Beschäftigten sind davon überzeugt, dass Familienfreundlichkeit ihrem Betrieb eher Vorteile verschafft – und 63 Prozent der Arbeitgeber sehen den besonderen Nutzen in einer höheren Mitarbeitermotivation.

Familienfreundlichkeit in Zahlen:

  • Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für 54 Prozent der jungen Berufstätigen mit Kindern genauso wichtig wie das Gehalt.
  • Für 92 Prozent stehen Gehalt und Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf derselben Stufe, wenn es um die Wahl des nächsten Arbeitgebers geht.
  • 78 Prozent würden den Arbeitgeber wechseln, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu optimieren.
  • 63 Prozent der jungen Paare denken, dass für eine gelungene Work-Life-Balance die Komponenten Zeit, Infrastruktur und Gehalt ganz entscheidend sind.
  • 94 Prozent sind zufriedener, wenn sie Beruf und Familie miteinander vereinbaren können.